Unser Symposium „Mission Infrastruktur": Resiliente und nachhaltige Infrastruktur neu denken
20. Januar 2026 | Blog
Im November hat Teijin Carbon Europe auf dem Symposium „Mission Infrastruktur" in Wuppertal Entscheidungsträger, Planer, Forschungseinrichtungen und Technologieanbieter zusammengebracht, um über die Zukunft einer belastbaren, nachhaltigen Infrastruktur zu diskutieren.
Unser erstes Symposium war geprägt von Austausch, lebhaften Diskussionen und neuen Impulsen, bei dem Experten aus Bau, Industrie, Forschung, Politik und Verteidigung zusammenkamen. Am 19. November 2025 versammelte Teijin Carbon Europe Experten in der Historischen Stadthalle Wuppertal, um nach einem Networking-Dinner am 18. November über die Zukunft einer belastbaren, nachhaltigen Infrastruktur zu diskutieren. Gemeinsam mit unseren Partnern C3 (Carbon Concrete Composite e. V.), CARBOrefit®, Composites United und dem BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V.) boten wir eine hochkarätige Networking-Möglichkeit sowie praktische Einblicke, starke Impulse und einen offenen Dialog darüber, wie Carbonfasern und Hightech-Materialien die Grundlage für die Infrastruktur von morgen bilden können. Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine Kernfrage des Mission Infrastructure Symposiums, die sich auch im Programm widerspiegelte, das mit führenden Experten aus Forschung, Industrie und Politik besetzt war: „Wie können neue Materialien dazu beitragen, eine widerstandsfähigere, nachhaltigere und sicherere Infrastruktur zu schaffen?" Dementsprechend konzentrierte sich das Symposium auf zentrale infrastrukturbezogene Themen wie Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Anwendungsbereiche von Carbonbeton.
Dr. Bernd Wohlmann, Director Strategy Carbon Fiber Business Unit der Teijin Carbon Group und Vorsitzender des Kuratoriums des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung (IAP), eröffnete das Symposium mit einem wichtigen Hinweis: Er betonte, dass Materialinnovationen immer auch eine gesellschaftspolitische Frage sind und darüber entscheiden, ob wir Infrastruktur nur reparieren oder grundlegend neu denken. Carbonbeton ist ein Paradebeispiel für diesen Wandel: Er ist bis zu viermal leichter als Stahl und gleichzeitig bis zu sechsmal fester. Dieser korrosionsfreie, ressourceneffiziente Werkstoff bietet somit langfristige Perspektiven für die Infrastruktur.
Die Eröffnungsbeiträge haben deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern grundlegend zu überdenken. Genau das wollten wir mit unserem Symposium Mission Infrastruktur" erreichen: eine Plattform für partnerschaftlichen Dialog, technische Tiefe und konkrete, lösungsorientierte Ansätze bieten. Die Fachvorträge haben sich auf die Festigkeit, die Leistungsfähigkeit und das Anwendungspotenzial von Carbonbeton in der Infrastruktur konzentriert. Zu den Hauptthemen gehörten Sicherheitsaspekte wie Aufprallresistenz und Abschirmungskonzepte sowie die Überwachung des Strukturzustands von Carbonbetonbauteilen in Echtzeit. Weitere Beiträge haben Anwendungen im Verteidigungs- und Katastrophenschutz, Ansätze der Kreislaufwirtschaft für widerstandsfähige Infrastruktursysteme sowie praktische Anwendungsfälle wie Brücken, Start- und Landebahnen und Schutzbauten beleuchtet. Darüber hinaus haben sich die Referenten mit hybriden Bewehrungssystemen aus Kohlenstoff- und Glasfasern, dem Verhalten von faserverstärktem Beton unter dynamischen Belastungen und Lösungen für die Nachrüstung und Verstärkung bestehender Strukturen mit textilbewehrtem Beton befasst.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Keynote "Bauwirtschaft, Leichtbau / Neue Materialien und Ressourceneffizienz" von Gabriel Schmid, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Er hat das Potenzial von Leichtbautechnologien im Bauwesen sowie die Bedeutung der öffentlichen Förderung von Schlüsseltechnologien beleuchtet. Ein weiteres Highlight war die Podiumsdiskussion "Sicherheit trifft Nachhaltigkeit - Baustoffe für eine widerstandsfähige Infrastruktur", moderiert von Dr.-Ing. Frank Schladitz (C3) und Bernd Steinmann (Teijin Carbon Europe). Diese Diskussion hat Experten aus Forschung und Industrie zu einer lebhaften Debatte über die zukünftigen Anforderungen an Baumaterialien angeregt.
Im Rückblick auf das Symposium "Mission Infrastructure" wird deutlich, dass eine belastbare und nachhaltige Infrastruktur nur durch eine enge Zusammenarbeit über Disziplinen und Sektoren hinweg erreicht werden kann. Die Veranstaltung hat Experten aus Forschung, Industrie und Politik zusammengebracht und gezeigt, wie fortschrittliche Materialien, wie z. B. Carbonbeton, die Infrastrukturentwicklung von der bloßen Reparatur hin zur langfristigen Widerstandsfähigkeit verändern können.