Die Kohlenstofffaser ist ein hochmoderner Hightech-Werkstoff und in der heutigen Industriewelt als innovatives Material aus unzähligen Anwendungen nicht mehr wegzudenken.

Kohlenstofffasern können dank spezieller Verarbeitungsverfahren beispielsweise auf der Basis von hochwertigem Polyacrylnitril (PAN) als Precursor hergestellt werden. Die Tenax® PAN-Kohlenstofffasern bestehen aus 1000 bis 48.000 Filamenten. Jedes Filament hat einen Durchmesser von 5 bis 7 µm und zeichnet sich durch eine Grafit-Kristallmikrostruktur aus. In Verbindung mit Harz werden Kohlenstofffasern gewöhnlich zu Verbundwerkstoffen verarbeitet. Diese Kohlenstofffaserbauteile sind extrem leicht und sehr fest im Vergleich zu Bauteilen aus Metall (z. B. Aluminium) oder anderen verstärkten Verbundwerkstoffen.

Die Kombination aus einzigartigen Eigenschaften machen sie zum idealen Material für eine Vielzahl von Prozessen und Anwendungen.

Mechanische Daten und dynamische Eigenschaften

  • Hohe Festigkeit
  • Hoher Elastizitätsmodul
  • Geringe Dichte
  • Geringe Kriechneigung
  • Gute Schwingungsdämpfung
  • Geringe Materialermüdung

Chemische Eigenschaften

  • Chemisch inert
  • Korrosionsbeständig
  • Hohe Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und organische Lösungsmittel

Thermische Eigenschaften

  • Geringe Wärmeausdehnung
  • Geringe Wärmeleitfähigkeit

Elektromagnetische Eigenschaften

  • Geringe Absorption von Röntgenstrahlen
  • Nicht magnetisch

Elektrische Eigenschaften

  • Hohe elektrische Leitfähigkeit

Kohlenstofffaserverarbeitung

Kohlenstofffasern können entweder trocken oder bereits vorimprägniert verarbeitet werden.

Trockene Verarbeitung: 

  • Preform
  • Gewebe
  • Geflecht
  • Multiaxialgelege/Non Crimp Fabric (NCF)
  • Unidirektionales Gelege/nähwirkverfestigtes Gewebe
  • Spezialpapier

 Nassverarbeitung/mit Harz:

  • Thermoset Prepreg
  • Thermoplastisches Tape
  • Filamentwickeln
  • Harzinfusionsverfahren, wie RTM, VARTM und SCRIMP RIM und SRIM
  • Pultrusion

Kohlenstofffaseranwendungen

Kohlenstofffasern eignen sich ideal für extrem beanspruchte Strukturbauteile in der Luftfahrt, im Fahrzeugbau, für Freizeitartikel und medizinische Anwendungen. Sie werden außerdem auch in Windkraftanlagen genutzt sowie in der konventionellen Energiewirtschaft und chemischen Industrie.